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Krabbelgruppe in der Turnseestrasse
Unsere Kleinkindgruppen:
Im September 2005 wurde unsere erste Kleinkindgruppe (Grashüpfer) eröffnet.
Aufgrund der großen Nachfrage gibt es seit Mai 2008 eine zweite Kleinkindgruppe
(Sonnenkäfer). Die beiden Gruppen sind für Kinder von ein –
bis drei Jahren. Sie bestehen jeweils aus 10 Kindern, zwei Fachkräften
und einer Praktikantin.
Die Kleinkindgruppen bieten eine Betreuungszeit von 7:45 bis 14:00
Uhr an.
In den Kleinkindgruppen werden Teile das Infans- Bildungsprojektes sowie des Orientierungsplanes umgesetzt. Die Eingewöhnung z.B. beruht auch auf diesem Konzept und wird in Zusammenarbeit mit den Eltern behutsam und Individuell gestaltet.
„Bildung kann nur in Verbindung mit Bindung erfolgen“ Manfred Hüther
Die Kleinkindgruppen genießen die Geborgenheit ihrer separaten Räume
im Haus, können aber auch je nach Entwicklungsstand die anderen Räumlichkeiten
und auch Geschwister besuchen. Weitere Kontakte mit Kindern und Fachkräften
können im Hof, bei Festen und Feiern sowie während des Freispiels
geknüpft werden.
Der Tagesablauf orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und
bietet ihnen mit seinen wiederkehrenden Ritualen Sicherheit.
Einmal
wöchentlich findet für beide Kleinkindgruppen ein Turntag statt.
Jeden Vormittag gibt es ein gemeinsames Frühstück, welches aus
Bio-Produkten von einer Mitarbeiterin zubereitet wird.
In der verlängerten Öffnungszeit zwischen 13:00 und14:00 Uhr,
findet das gemeinsame Mittagessen statt, wofür jeder seine Mahlzeit
selbst mitbringt.
Ziele in den Kleinkindgruppen sind:
Die Förderung der wesentlichen Entwicklungsmerkmale: soziale Entwicklung,
Sprachentwicklung, Ich-Entwicklung, motorische Entwicklung und im zweiten
Halbjahr auch die Sauberkeitserziehung.
Nach der Kleinkindgruppenzeit steht der Wechsel in den Kindergarten an.
Dieser wird bei uns in Kooperation mit dem Kindergarten getätigt und
sanft und individuell auf die Kinder abgestimmt gestaltet.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass den Kindern unserer Kleinkindgruppen
der Übergang in den Kindergarten leicht gefallen ist.
Auch der Kindergartenalltag ist ihnen sichtlich vertrauter.
Die Kinder der Kleinkindgruppen haben bei der Vergabe der Kindergartenplätze
selbstverständlich vorrang.
Raumkonzept der Kleinkindgruppen
Die Räume der Kleinkindgruppen sind nicht wie die des Kindergartens
in unterschiedliche Themenbereiche eingeteilt. Das Raumkonzept basiert auf
dem der Stammgruppen. Das heißt, dass Bereiche wie Rollenspiel, Bauen
und Konstruieren, der Kreativbereich, die Leseecke usw. befinden sich in
der Kleinkindgruppe.
Den Kindern wird so ein überschaubarer Raum gegeben, der Sicherheit,
Orientierung, Rückzugsmöglichkeit und vor allem Geborgenheit vermittelt!
Trotz der festen Stammgruppen, besteht für die Kinder, nach Absprache,
die Möglichkeit den Rest des Kindergartens zu erkunden oder andere
Kinder und Geschwister zu besuchen.
Durch diese Möglichkeit und auch durch die geringe Kinderzahl in den
Kleinkindgruppen soll eine familienähnliche Struktur und vor allem
eine Gemeinschaft mit den Kindergartengruppen entstehen.
Unser Raumkonzept kommt auch dem Bewegungsbedürfnis der Kinder nach.
Kinder unter drei Jahren, lernen über ihren Körper und ihre motorischen
Fähigkeiten! Außerdem hängt die Motorik auch mit der Entwicklung
der Sprache, Persönlichkeit und Selbstständigkeit zusammen.
Daher finden die Kinder bei uns Fahrzeuge wie Bobby Car, Laufrad, Roller
usw. in den Gruppenzimmern vor, mit denen sie in den Fluren fahren können.
Außerdem Materialien von Emmi Pikler – das Sprossendreieck,
einer bekannten Pädagogin mit dem Schwerpunkt „freie Bewegungsentwicklung“.
So können die Kinder ihre Grobmotorische Geschicklichkeit erproben
und verfeinern.
Kinder unter drei nehmen ihre Umwelt schließlich mit ihrem Körper
und all ihren Sinnen wahr. Sie erforschen, erkunden und probieren aus bis
ins kleinste, um Dinge zu begreifen und kennen zu lernen.
Ein Stuhl muss also nicht nur zum Sitzen verwendet werden, sondern kann
auch einfach auf seine Eigenschaften erkundet werden. „Wie fühlt
er sich an? Wie klingt er, wenn man dagegen schlägt? Schaffe ich es
auch darüber zu klettern oder ihn zu besteigen? Kann ich darunter durchkriechen
oder mich gar verstecken?“
Das Material in den Kleinkindgruppen lässt also diesem Experimentier-
und Forscherdrang der Kinder zu und der fantasievollen Gestaltung Raum.