Kita Stadtstrolche - Angebote

In unseren Krippengruppen fördern und betreuen wir unsere Kleinsten. Gerade in der Krippe benötigen die Kinder noch viel Sicherheit und Geborgenheit. Sie müssen lernen sich auf die neue Umgebung und die Bezugspersonen einzulassen und benötigen dabei verlässliche Beziehungen, welche wir durch die Zugehörigkeit zu einer festen Gruppe und konstanten Bezugspersonen geben. Kinder dieser Altersgruppe lernen und erforschen ihre Welt mit allen Sinnen, dies findet in all unseren Angeboten Beachtung. Der Raum für die Kleinkinder entspricht den psychomotorischen Bedürfnissen dieser Altersgruppe. Er ist ausgestattet mit Podesten, Rampen, Erhebungen, Stufen, Fahrzeugen, weichen und harten, rauen und glatten, schweren und leichten Materialien. Die Materialien sprechen verstärkt verschiedene Sinne an, Gegenstände laden zum Auseinandernehmen ein.

Wichtig ist uns dabei den Kindern ausreichend Raum zu geben eigene Interessen und Bedürfnisse im freien Spiel erfahren und ausleben zu können.

Auch in der Altersphase zwischen 3 – 6 Jahren sind verlässliche und kontinuierliche Personen und Strukturen wichtig für eine positive Entwicklung. Jedoch erlangt der Gedanke der Selbständigkeit und Autonomie immer größere Bedeutung für die Kinder. Offene Arbeit in der Kindertageseinrichtung erhöht die Partizipationsmöglichkeiten für Kinder im Alltag. Zentrales Ziel von Öffnungsprozessen ist es, das Streben der Kinder nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen, um sich in der Gemeinschaft wohl zu fühlen, sich nützlich zu machen und wirksam zu sein. Das Bedürfnis nach eigenständigen Entscheidungen und vergrößerten Handlungsspielräumen nimmt zu und findet seine Umsetzung im Tagesablauf und den gesteigerten Gestaltungsmöglichkeiten der Kindergartenkinder.

Für die Kinder, die sich im letzten Jahr vor Schuleintritt befinden, bieten wir die Vorschul- Gruppe an. In der Vorschule werden die benötigten kognitiven Fähigkeiten für den bald anstehenden Übergang spielerisch erweitert. Ein beständiges Konzept, eine Mischung aus mehreren Arbeitsmethoden, schafft für alle Kinder die gleichen Möglichkeiten. Es werden ihnen der richtige Umgang mit Arbeitsmaterialien und das Organisieren des Arbeitsplatzes vermittelt. In den letzten Wochen der Kindergartenzeit finden Aktivitäten statt, die den Kindern nochmals bewusst werden lassen, dass sie die Großen sind und der Schulbeginn nicht mehr allzu fern ist. Sie erleben, dass ein Lebensabschnitt zu Ende geht und ein neuer beginnt. Unser Ziel ist es, das alle unsere Schulanfänger gestärkt, motiviert und voller Freude diesen Übergang vom Kindergarten zur Schule bewältigen.

Wir sehen uns als Entwicklungsbegleiter und Impulsgeber für Ihr Kind, damit es selbständig die Welt entdecken und erfahren kann. Wir schaffen Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten. Um die Kinder darin zu unterstützen, sind uns folgende Punkte wichtig:

  • Feste Bezugsperson für jedes Kind
  • Ein strukturierter Tagesablauf
  • Unterstützung des natürlichen Bewegungsbedürfnisses
  • Förderung der natürlichen Neugier an der Umwelt-, Natur- und Sachbegegnung
  • Musik- und Bewegungsförderung
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik
  • Orientierung an den Kompetenzen und Ressourcen der Kinder

Raumgestaltung

Offene Arbeit bedeutet neue Blickwinkel und Perspektiven zu sehen sowie anderes, als das Gewohnte für möglich zu halten.

Im Kern geht es um eine veränderte Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen. Es geht darum, die pädagogische Arbeit immer wieder zu reflektieren und neu zu justieren. Grundhaltung des Fachpersonals ist es, den Spuren der Kinder zu folgen und nicht gegen ihre Impulse, sondern mit ihnen zu arbeiten.

In den Kindertageseinrichtungen des JHW, so auch in den Stadtstrolchen, sind die Räume Lebensräume und Lernwerkstätten für Kinder. Zudem orientieren sich unsere Räume an den Bildungs- und Entwicklungsfeldern des Orientierungsplans. So bieten sie neben Spiel- und Aktionsräumen, die Möglichkeit zum Rückzug, zur Ruhe und zur Besinnung. Im Atelier haben die Kinder Raum für kreative, künstlerische und vielfältige Erfahrungen. Der Bewegungsraum bietet den Kindern die Möglichkeit sich zu bewegen, tanzen, spielen und auszuprobieren.

Elternarbeit

Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften ist die Grundlage für eine vertrauensvolle, dialogorientierte und partnerschaftliche Kooperation zum Wohle des Kindes. Voraussetzung für eine gelingende Kooperation ist eine gleichwertige und gleichberechtigte, wert- und vorurteilsfreie Haltung, geprägt von Wertschätzung und Respekt.

Das Kernstück der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist das persönliche Gespräch. Durch regelmäßig stattfindende Elternabende, Entwicklungsstandsgespräche, gemeinsame Feste und Aktivitäten, gewinnen einerseits die Eltern einen Eindruck von dem Geschehen in der Kita, während andererseits die Erzieher/innen Einblick in die Familiensituation der ihnen anvertrauten Kinder erlangen. Jede Seite entwickelt Verständnis für den Lebenszusammenhang und die Sichtweise der jeweils anderen und erkennt deren Kompetenzen an.

Gestaltung von Übergängen/ Eingewöhnung

Für die Kindertageseinrichtungen des JHW ist das von Kuno Beller entwickelte „Münchener Eingewöhnungsmodell“ mit der von John Bowlby entwickelten „ethologischen Bindungstheorie“ richtungsweisend. Nach Ergebnissen der Bindungsforschung ist Bindung ein elementares Bedürfnis. Demnach sind verlässliche, liebevolle und zuwendende Bezugspersonen in Kindertageseinrichtungen Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse der Kinder. Kinder können bereits im Alter von 6 bis 12 Monaten Bindungen über die Eltern hinaus an mehrere Personen aufbauen, vorausgesetzt das Kind hat die Möglichkeit, mit anderen Personen außer der Erziehungsberechtigten zu interagieren. Im Rahmen einer sicheren Bindungsqualität zwischen Erziehungsberechtigter und Kind können sich Kinder von der jeweiligen Bindungsperson lösen und ihrem Bedürfnis nachgehen.

Die Eingewöhnungszeit für das Kind in die Kita Stadtstrolche wird gemeinsam mit der Familie gestaltet und kann je nach Entwicklung, Alter und eigener Bindungserfahrung bis zu einigen Wochen dauern. Ziel ist in dieser Zeit ein positiver Beziehungsaufbau zwischen pädagogischer Fachkraft und Kind.