Kompass- kompetent und passgenau

Kompass ist ein Projekt zur nachhaltigen und individuell angepassten Erhöhung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit von arbeitsmarktfernen, arbeitslosen Jugendlichen mit multiplen Vermittlungshemmnissen.

Kompass will die Teilhabe der Jugendlichen am Arbeitsmarkt vor allem hinsichtlich der tertiären Wirtschaftsbereiche wie Dienstleistungs-, Gesundheits- und Pflegeberufe verbessern.

Maßnahmen und Module

Kompetenzfeststellung und Portfolio

Mit allen Teilnehmenden wird in gleicher Form eine Kompetenzfeststellung durchgeführt:
individueller Erhebungsbogen, biografisches Interview, Kompetenzfeststellung nach hamet 2, Zielvereinbarungen
Von Seiten der Teilnehmer/innen wird über den gesamten persönlichen Projektverlauf hinweg ein Portfolio geführt, um Lernerfahrungen selbst zu erfassen und persönliche Lernstrategien zu optimieren. Das Portfolio bezieht sich gleichermaßen auf alle Projektthemen, wie Berufswahl, Lebensplanung, Praxiserfahrung und schulisches Lernen.


Erweiterung des Berufswahlspektrums

Für alle Teilnehmer/innen finden regelmäßige, unterstützende Unterrichtsangebote Mathe / Deutsch sowie Training von Berufsbildrecherche mit digitalen Medien statt.
Für weibliche Teilnehmerinnen sind gesonderte Bildungsangebote zu geschlechtsuntypischen Berufen, Besuche von Vertreterinnen weiblich geführter Betriebe, Erfahrungsberichte weiblicher Auszubildender in geschlechtsuntypischen Berufen sowie Gruppenarbeit zum Problem sexueller Belästigung am Arbeitsplatz vorgesehen.
Für männliche Teilnehmer gibt es Bildungsangebote zur Ausweitung der Berufswahl sowie zur Beschäftigung mit geschlechtsuntypischen Berufen.


Erweiterung der Lebensplanungskompetenz

Für alle Teilnehmer/innen finden informative und interaktive Bildungseinheiten zu Themen wie: Umgang mit Geld, Verschuldung, Wohnungslosigkeit und Wohnungssuche und Suchtverhalten.
Für weibliche Teilnehmerinnen wird die Beschäftigung mit unterschiedlichen weiblichen Biografien zur gemeinsamen Reflektion und Entwicklung eigener Lebensmodelle genutzt.
Für männliche Teilnehmer steht das Training sozialer Kompetenz mit den Schwerpunkten Aggressionsverhalten und Verhalten zum anderen Geschlecht im Mittelpunkt.


Individualcoaching

Um das Ziel der Stabilisierung der individuellen Lebensverhältnisse kontinuierlich und nachhaltig zu verfolgen, ist eine intensive Einzelbegleitung der Teilnehmer/innen unerlässlich. Neben den Bildungsangeboten sind die Themen Wohnen, Umgang mit Geld, Schulden, Sucht wiederholt Gegenstand von Zielvereinbarungen.
Die Betreuung der Teilnehmer/innen – Portfolios findet ebenfalls in Einzelgesprächen statt.
Praktikumbesuche, Gespräche mit Praxisanleitern, gegebenenfalls Konfliktmanagement sowie Praktikumreflektion mit den Teilnehmer/innen sind zentrale Bestandteile des Individualcoaching.


Werkstätten

Für alle Teilnehmer/innen besteht die Möglichkeit, Schlüsselkompetenzen für den Berufsalltag zu erlernen und sich berufliche Grundqualifikationen zu erwerben.
Weibliche Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in geschlechtsuntypischen Berufen zu machen.


Projekte

Zum Thema des sozialen Geschlechts innerhalb der Gesellschaft werden Projekte mit künstlerischem, medienpädagogischem und / oder werkpädagogischem Charakter angeboten.


Praktika

Alle Teilnehmer/innen können neue Berufsfelder und betriebliche Anforderungen
(z.B.: Ganztagsbeschäftigung) werden erprobt.
Geschlechtsuntypische Berufsfelder können insbesondere von weiblichen Teilnehmerinnen genutzt werden.