SILKY – präventive soziale Inklusion

Profil

Das Projekt SILKY arbeitet daran, dass alle Kinder und Jugendliche gleiche Chancen haben. Ziel ist es, gemeinsam mit den Teilnehmenden individuelle Perspektiven zu entwickeln, um den Gefahren von verfestigter Armut und gesellschaftlichem Ausschluss vorzubeugen.

Im Fokus steht hier besonders, Voraussetzungen für eine gesellschaftliche und soziale Partizipation zu schaffen. Dabei geht es darum, die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, Anerkennung zu vermitteln und die jeweils eigenen Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmenden zu entwickeln.

SILKY basiert auf dem Ansatz der Bezugsbetreuung. Während der Dauer des Projekts steht den jungen Menschen eine feste Bezugsperson zur Seite. Dadurch sollen die Voraussetzungen für eine vertrauensvolle und langfristige Begleitung geschaffen werden, die den Teilnehmenden die notwendige Sicherheit gibt, im eigenen Sinne gestalterisch auf ihre Lebensbiografie einzuwirken. Niedrigschwellige und praxisbezogene Angebote unterstreichen zudem den partizipativen und auf Freiwilligkeit basierenden Charakter von SILKY.

SILKY ist eines von 10 Modellprojekten unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg, sowie Teil der Jugendagentur Breisgau Hochschwarzwald und wird an den Standorten Breisach und Müllheim durchgeführt.

Zielgruppe

Junge Menschen ab der schulischen Jahrgangsstufe 5 und unter 18 Jahren, die von Armut und gesellschaftlichem Ausschluss bedroht sind. Um langanhaltende Armutsbiografien zu unterbinden, sollen diejenigen in einem besonderen Maß von SILKY erreicht werden, die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind und /oder die von Regelsystemen im Übergang von Schule und Beruf sowie von Angeboten der Jugendhilfe nicht oder nicht ausreichend erreicht werden.

Ziele

  • Anerkennung und Wertschätzung der Interessen und Fähigkeiten der jungen Menschen
  • Partizipation am sozialen, kulturellen und politischen Austausch ermöglichen
  • Schaffung individueller armutsvermeidender Perspektiven gemeinsam mit den jungen Menschen und deren familiärem Umfeld
  • Stabilisierung der individuellen Lebenssituation im familiären, sozialräumlichen, schulischen und ggf. beruflichen Kontext
  • Verhütung eines vorzeitigen Schulabbruchs und ggf. (Re)integration in bestehende Regelsysteme

Inhalte

Bei der Betreuung der jungen Menschen geht es nicht alleine darum, Sicherheit zu schaffen und eine vertrauensvolle Beziehung zueinander aufzubauen, sondern auch um ganz konkrete Hilfestellungen im Alltag. Neben der Beratung steht daher auch die praxisorientierte Hilfe im Vordergrund, beispielsweise die Begleitung bei Behördengängen oder die Unterstützung beim Eintritt in Vereine.

Um die Armutsgefährdung von Kindern und Jugendlichen möglichst effektiv zu vermindern, ist neben den hoch individualisierten Unterstützungs- und Fördermaßnahmen, aber auch die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Kooperationsprozessen und –strukturen unterschiedlicher Akteure und Institutionen notwendig. Verschiedene Regelsysteme (Jugendhilfe, Schule, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Arbeitsförderung, soziale und ggf. gesundheitliche Beratungs- und Unterstützungssysteme) sollen für die Bedarfe der Teilnehmenden sensibilisiert und miteinander vernetzt werden.

Als Social Inclusion Lab versteht sich SILKY als der Rahmen, in dem experimentell d.h. systematisch ausprobierend und auswertend nach Möglichkeiten gesucht wird, um langanhaltenden Armutsbiografien präventiv entgegenzutreten. Das bezieht sich etwa insbesondere auf die Bearbeitung von Belastungsfaktoren, die zu Brüchen in der (Schul- und Aus-) Bildungskarriere führen können bzw. auf die Erarbeitung von passgenauen Alternativen zur Regelschulkarriere, um den Anschluss an das Bildungs- und Qualifizierungssystem zu gewährleisten.

 

Finanzierung

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch den europäischen Sozialfond sowie durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Das Kurzkonzept des Projekts finden Sie hier.
Den Flyer des Projekts für Teilnehmer*innen finden Sie hier.
Den Flyer des Projekts für Netzwerkpartner*innen finden Sie hier.