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Angebote - Training für die Zukunft
Unterstützung und Orientierung
„Training für die Zukunft“ ist eine Einstiegstrainingsmaßnahme
für junge Arbeitslose unter 25 Jahren nach §16 SGB II. Sie hat
für die bis zu 15 Teilnehmenden einen wöchentlichen Umfang von
20 Stunden und wird pro Kurs für 12 Wochen angeboten. Ziel ist die
Feststellung der vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten bzw. der Eignung
für welches Berufsfeld. Es gilt individuell passende Praktikums-, Ausbildungs-,
und Arbeitsstellen zu recherchieren, zu finden und anzubahnen sowie dem
Jugendlichen und seinem Fallmanager eine passende Zukunftsoption vorzuschlagen.
Im Ablauf eines Kurses können 3 Phasen unterschieden werden, in den
ersten vier Wochen stehen Kompetenzfeststellung und Bewerbungstraining im
Vordergrund. Häufig werden in dieser Phase auch Einzelfallhilfen notwenig
um berufliche Perspektiven überhaupt erst zu ermöglichen. Das
regelmäßige Kontaktangebot schafft Kontinuität und Verlässlichkeit
und ermöglicht so die Bearbeitung zentraler persönlicher Probleme
wie Wohnungslosigkeit, Mittellosigkeit, Straffälligkeit oder Verschuldung.
Es bedarf in vielen Fällen individueller Hilfe bei der Orientierung
im Bezug auf mögliche Unterstützungsangebote und deren Inanspruchnahme
sowie einer Moderation der Kommunikation bei Amtskontakten. Im Vordergrund
steht neben der Bearbeitung akuter Problematiken und der Unterstützung
des Jugendlichen beim Übergang in das Berufsleben die Beziehung zu
dem Jugendlichen als Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Ergänzt
durch die Möglichkeiten des Arbeitens in und mit einer Gruppe wird
den Jugendlichen die Chance gegeben sich in Schlüsselkompetenzen wie
Teamfähig-, Kommunikationsfähig- und Konfliktfähigkeit zu
trainieren. In der Gruppe werden die Jugendlichen zum selbstverantwortlichen
Arbeiten angeleitet mit dem Anspruch, dass sie als Akteur und als Konsument
in Erscheinung treten können.
Erkundung und Erprobung
In der zweiten Phase geht es um die Vermittlung von berufspraktischen Kenntnissen.
Für vier Wochen können die Jugendlichen ihren Lernort aus fünf
verschiedenen Werkstätten des Jugendhilfswerks wählen. Entscheidend
dabei sind die Möglichkeit der Selbsterfahrung im Umgang mit unterschiedlichen
Arbeitsbedingungen und Arbeitsmaterialien und eine daraus resultierende
Orientierung hinsichtlich der beruflichen Zukunft. Im Bereich PC wird zu
diesem Zweck bei der Gestaltung des Schulungsprogramms immer auf die Bedürfnisse
der jeweiligen Gruppe eingegangen. Teilnehmerorientiert wird flexibel entschieden,
welche Inhalte das Schulungsprogramm umfasst und auf welche Art sie vermittelt
werden. Ein beliebter Ansatz ist der, Schulungsinhalte innerhalb eines gemeinsamen
Projekts zu erarbeiten und so nicht nur die Fähigkeiten und Fertigkeiten
der Einzelpersonen zu erweitern, sondern auch die theoretischer Inhalte
in alltagsnahe Projekte einzubetten, wie beispielsweise die Erstellung eines
Bewertungsbogens für Computerspiele mit Bezug auf das Thema Sucht.
Perspektiven und Entwicklungen
Die letzten Wochen dienen dem Abschluss der stattgefundenen Entwicklung.
Die Inhalte sind auf die Notwendigkeiten des Einzelfalls abgestimmt und
können deshalb unterschiedlich sein. Manche haben eine Arbeitsstelle
oder einen Platz in einer Schule gefunden. Andere machen ein freies Praktikum
um sich für eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu empfehlen. Eine
weitere Gruppe bereiten sich auf neue schulische Herausforderungen vor.
Die Arbeit an individuellen Problemen ist in dieser Phase häufig noch
nicht abgeschlossen und wir versuchen in passende Folgeangebote zu vermitteln.
Ansprechpersonen
Ecke Göhner
Vanessa Broccai-Herold